Tirpitz
Tirpitz war ein General des deutschen Kaisers und hieß mit Vornamen Alfons. 
Er war für den Ausbau der deutschen Fischereiflotte zuständig und starb 
hochbetagt.  Im  Laufe  seines  Lebens  besuchte  Tirpitz  auch Amerika und
Finnland. Tirpitz war ein starker Esser. Wenn es Schlachtplatte gab, war er 
immer mit von der Partie. Eine Schwester von Tirpitz lebte vegetarisch. 
Später wurde Tirpitz sehr geschätzt und in den Adelsstand erhoben. So hieß er eben 
Alfred von Tirpitz. 
Tirpitz unterbreite dem Kaiser seine Pläne; dieser nickte und gab seine Zustimmung. 
Ja, ja, mein lieber Tirblitz, pflegte der alte Kaiser zu sagen. Auch die Kaiserin
lächelte huldvoll. Die Massen waren von Tirpitz schwer beeindruckt. Den Armen
spendierte er Sekt. Man prostete sich zu. Er war eben ein Mann aus dem Volk, mit
hohen Ideen. Schon seine Vorfahren väterlicherseits standen im Dienste des Hofes;
sie hießen ebenfalls Türwitz. Aus seiner Privatschatulle hat er immer wieder
zugeschossen. Um dem Kaiser eine Freude zu machen, ließ Tirpitz viele Schiffe bauen.
Er war ein Mann von uraltem Adel. Bei großen Versammlungen trat ihm der Schweiß 
auf die Stirn. Er stotterte nur leicht. Er hat alle seine Reden auswendig gelernt;
er trug einen Spitzbart.


Diese Textprobe ist entnommen aus:

Wolfgang Baur:

Tirpitz

History Fiction

Mit Zeichnungen von Norbert Eberle, Leinen, Fadenheftung, <Edition Jonas>

78 Seiten, 28.- DM

ISBN 3-88410-505-1


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