München, Mai 1986:

Nach der Katastrophe von Tschernobyl werden auf Spielplätzen und anderswo
abenteuerlich hohe Strahlenwerte gemessen.
Während die Behörden permanent entwarnen, stellt sich für eine Institution
wie den Kreisjugendring München - Stadt die Frage, was zu tun sei, um
jedes vermeidbare Risiko von Kindern und Jugendlichen fernzuhalten - von
Kindern, die auf Spielplätzen spielen, von Jugendlichen, die zum Zelten
fahren wollen.
Der vorliegende Band dokumentiert anhand von vierzig ausgewählten Schrift-
stücken (Zeitungsartikel, Briefwechsel mit Behörden, Informationsschriften
der Firma Maurer Electronics, Stellungnahmen von OB Kronawitter u.a.), wie
der Prozeß der Entscheidungsfindung verlaufen ist - angefangen von der 
Sperrung der Spielflächen über die Absage von Zeltlagern bis zu den umfang-
reichen Sanierungsmaßnahmen an den Spielplätzen.
Ein Kommentar gibt Erläuterungen zu den Dokumenten. Darüber hinaus enthält
der Band ein Kapitel, in dem die pädagogischen Konsequenzen für die
Jugendarbeit dargestellt werden.
Im Anhang Hinweise zur Messung und Bewertung radioaktiver Strahlung,
ausführliche Literatur- und Filmliste und eine Zusammenstellung wichtiger
Adressen.

Das Buch ist ein Lehrstück über staatliche Desinformationspolitik und 
das Engagement unabhängiger Bürger.


Diese Textprobe ist entnommen aus:

Kreisjugendring München-Stadt (Hrsg.):

Wenn der Spielplatz strahlt

Entscheidungen und Konsequenzen für Kinder und

Großformat

132 Seiten, 18.- DM

ISBN 3-88410-020-3


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