Mexikanisches Tagebuch
Ich werde einer älteren Indiofrau zugeteilt, die mich schweigend zu ihrer Hütte führt... Sie bieten mir das Beste, was sie haben: die Hängematte. Ich arbeite mich hinein, bevor ich aber Arme und Beine zur wohlverdienten Ruhe strecken kann, schwingt die Matte zur Seite und spuckt mich auf den Boden, zwischen die Familienmitglieder. Die staunen über meine Ungeschicklichkeit und schieben mir etwas Weiches unter, stoßen kleine Schreie aus, als sie meine Bewaffnung, die Machete, entdecken. Patschhändchen und harte Arbeitshände gleiten über mich, ertasten meinen Körper. Verwunderung, als sie meinen BH fühlen. Neugierige Hände bohren einen Finger zwischen die Gummis. Ein fröhliches Lachen über meine Verpackung. 'Was für eine Verschwendung', meine ich ihre Gedanken lesen zu können, und jede und jeder nimmt sich das Recht, einmal dieses Wunderding und meine Brüste zu betasten. Sie schnaufen und grunzen vor Vergnügen. Da löst sich meine Verkrampfung, und ich stimme in ihr Gelächter ein...
70 Seiten, 28.- DM
ISBN 3-88410-501-9
Dieses Buch portofrei direkt beim Verlag bestellen
Verlag Kunst und Alltag: Zur Startseite